Handreichungen zur Typographie:

Typographische Auszeichnungen I: Kapitälchen

 

Kapitälchen sind Buchstaben, die die Form von Großbuchstaben in der Größe von Kleinbuchstaben haben und wie Kleinbuchstaben verwendet werden.

Kapitälchen werden eingesetzt, um einzelne Wörter oder Wortgruppen wie Eigennamen oder Buchtitel hervorzuheben:

 

Kapitälchen sind eigens passend zur Schriftgröße geschnittene Buchstaben.

Windows und OS/2 unterstützen lediglich vier Varianten einer Schriftfamilie: normal, kursiv, fett und fett kursiv. Die Funktion »Kapitälchen« greift daher auf Großbuchstaben (Versalien) einer kleineren Schriftgröße derselben Schrift zurück. Diese haben zwar annähernd die richtige Größe, sind aber zu mager. Daher fallen sie optisch aus dem sie umgebenden Text heraus:

 

Man sollte daher bei Textverarbeitungsprogrammen grundsätzlich auf die Verwendung der Funktion »Kapitälchen« verzichten.

Echte Kapitälchen müssen in Textverarbeitungsprogrammen als eigene Schrift angesprochen werden. Allerdings verfügen nur wenige Computer-Schriftfamilien über eine Schriftart »Kapitälchen«. In der Bezeichnung der Schrift taucht in der Regel die Abkürzung »smc« auf für »small caps« bzw. »small capitals«, z.B. »Garamond Smc«.

Kapitälchen brauchen einen etwas größeren Buchstabenabstand als normale Kleinbuchstaben (Gemeine); sie werden wie im ersten Beispiel »gesperrt«. Bei normalem Buchstabenabstand wirken sie eingeengt:

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