Handreichungen zur Typographie:

Typographische Auszeichnungen II: Was ist eine Kursive?

Als Kursive bezeichnet man eine Schrift, deren Buchstaben wie bei einer flüchtigen Handschrift leicht schräg gestellt sind (von lat. currere = laufen). Kursive Schriften treten nie alleine, sondern stets kombiniert mit der aufrechten Grundschrift auf, für die sie entwickelt wurden. Ihre Buchstaben haben eine eigene, von der Grundschrift zum Teil stark abweichende Form:

 

Mit der Kursiven werden einzelne Wörter oder Wendungen im Text hervorgehoben. Während die Kapitälchen zur Hervorhebung feststehender Begriffe eingesetzt werden, dient die Kursive eher dazu, die Betonung beim Lesen zu lenken:

Manche Computer-Schriften haben keine echte Kursive, sondern lediglich schief gestellte Buchstaben der Grundschrift, die sich daher auch weder von der Grundschrift absetzen, noch über die fließende Anmutung einer echten Kursiven verfügen. Wer Wert auf einen lesefreundlich gestalteten Text legt, sollte sie meiden:

Einen Verstoß gegen die typographische Regel, eine Kursive nie alleine stehen zu lassen, finden wir übrigens auf jeder Euro-Münze:

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