Handreichungen zur Typographie:

Trennstrich, Spiegelstrich und Co.

In der Typographie werden zwei Arten von waagerechten Strichen unterschieden: kurze » - « und lange » – «. Computertastaturen verfügen über keine eigene Taste für den langen Strich. Daher wird er oft fälschlich durch den kurzen ersetzt. Dabei läßt er sich leicht mit einer Tastenkombination ansprechen.

Kurze Striche treten als Bindestrich, Trennstrich oder Ergänzungsstrich auf:

Trennstriche müssen bei einer Änderung des Zeilenumbruchs wieder verschwinden. Man gibt sie daher in Textverarbeitungsprogrammen nicht manuell, sondern wiederum mit einer Tastenkombination ein, sonst kehren sie als falsche Bindestriche wieder:

Auch der Ergänzungsstrich ist kurz. Hinter dem normalen Kurzstrich bricht der Text automatisch um. Es empfiehlt sich daher, als vorangestellten Ergänzungsstrich den nicht umbrechenden Strich zu verwenden. Der Ergänzungsstich könnte sonst eingeschnappt auf der vorangehenden Zeile stehen bleiben:

Lange Striche können mehrere unterschiedliche Funktionen haben:

Als Gedankenstrich kennzeichnen sie einen Texteinschub oder einen Gedankensprung. Gedankenstriche werden stets mit Leerzeichen von den sie umgebenden Wörtern abgetrennt:

Vor Satzzeichen entfällt das Leerzeichen hinter dem Gedankenstrich:

Der Bis-Strich und der Strecken-Strich stehen ohne Leerzeichen zwischen Zahlen oder Wörtern. Allerdings sollte man sie mit etwas größerem Buchstabenabstand einfügen:

Mit dem Spiegelstrich wird eine Aufzählung gegliedert. Ihm folgt ein Leerzeichen:

Beim Blocksatz sollte man ein festes Leerzeichen verwenden, sonst gerät die Aufzählung aus dem Lot:

Schließlich gibt es noch den Auslassungsstrich. Doch der erklärt sich eigentlich ganz von s—.

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