Handreichungen zur Typographie:

Zahlen

Ob als Seitenzahlen, in Strafrechtsparagraphen oder Zeitangaben, Zahlen treten in ganz unterschiedlichen Textzusammenhängen auf. Für den Druck sind folglich verschiedene Formen von Ziffern entwickelt worden.

Am häufigsten werden Arabische Versalziffern verwendet. Wie Großbuchstaben (Versalien) stehen sie auf der Grundlinie. Sie sind alle gleich breit und lassen sich daher – z.B. in Tabellen – stellengleich untereinander schreiben:

Mediävalziffern entsprechen den Kleinbuchstaben. Sie haben Ober- und Unterlängen und variieren in der Laufweite. Zahlen mit gleich vielen Stellen können also unterschiedlich lang sein:

Mediävalziffern sind daher zum Rechnen nicht so gut geeignet. Dafür passen sie sich in Fließtexte wesentlich besser ein als die Versalziffern: 

Computer-Schriftsätze enthalten nur jeweils einen Ziffernsatz, und zwar in aller Regel Versalziffern. Manchmal gibt es denselben Schriftsatz auch in einer Version mit Mediävalziffern. Dann trägt er meist die Zusatzbezeichnung "OSF" (old style figures).

Niemand wird Römische Zahlen zum Rechnen benutzen. Sie treten jedoch regelmäßig als Bestandteil von Zählungen oder Gliederungen auf.

Römisch werden in Büchern und Hausarbeiten häufig die Seiten mit Vorwort und Inhaltsverzeichnis gezählt, da ihr Umfang meist erst nach Abschluß der Arbeit feststeht.

Im deutschen Sprachraum werden römische Zahlen immer in Großbuchstaben gesetzt.

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